Andreas Moser

Gewinner des Prix Média 2011 (Naturwissenschaften)


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Ausgezeichnet für:
«Wer ist der Wolf? – Wie anders Wölfe sind, als man denkt», 9. September 2010, Sendung «NETZ NATUR», SF1 Beitrag sehen

2010 wurde im Wallis einmal mehr ein Wolf geschossen – das Thema ist seit 1995 ein emotionaler, öffentlicher Dauerbrenner:  Die Abschüsse provozieren einerseits entrüstete Reaktionen von Naturschützern und anderseits Applaus, vor allem in den Bergregionen, wo man die Einwanderung der Wölfe mit Sorge beobachtet und eine Invasion befürchtet. Für viele Schafhalter und Jäger ist klar: Der Wolf hat in der Schweiz keinen Platz. Doch: Kann man mit dem Wolf leben?
Das NETZ NATUR-Team hat sich bei wissenschaftlichen Projektleitern und bei Praktikern, die in anderen europäischen Ländern mit Wölfen konfrontiert sind, umgehört und berichtet über den neusten Stand der Kenntnisse zur Ausbreitung und zum Verhalten der Wölfe in Mittel-, Süd- und West-Europa. Es wird aufgezeigt, wie man in Italien, Frankreich, Spanien  und Deutschland mit dem Wolf umgeht und versucht die biologische Frage zu klären: Wer ist der Wolf wirklich? Dabei greift die Sendung auch geschichtliche und psychologische Faktoren unseres Verhältnisses zum Wolf auf: Woher kommt diese jahrhundertealte, fanatische Feindschaft gegen das Tier? Und wo wurzelt die übersteigerte Romantik und Faszination, die den Wölfen genau so wenig gerecht wird, wie das Feindbild? Bei diesen Fragen stösst man auf viel Psychologie und auf die verblüffende Kenntnis, dass uns Wölfe ähnlicher sind, als uns lieb ist.
Andreas Moser lässt Forscher zu Wort kommen, Wildhüter, aber auch Schafhirten, die ihre Herden mit Hunden und Elektrozäunen schützen. Die Hirten verschweigen die Schwierigkeiten dabei nicht. Aber auch sie kommen zum Schluss: eine Koexistenz ist möglich und Abschüsse bieten auf Dauer keine Lösung. Diese freimütige Diskussion des Themas und die Breite der Recherche machen die Stärke dieses Beitrags aus.

Biographie: Andreas Moser, geboren am 20.05.1956 in Basel, absolvierte von 1976-1981 ein Biologiestudium in Basel, das er 1988 mit einer Doktorarbeit über die Ökologie von Kreuzottern im Engadin abschloss (PhD). Von 1976-1986 war er wissenschaftlicher Assistent und Leiter des Labors «Gifttiere» am Schweiz. Tropeninstitut Basel. Gleichzeitig veröffentlichte er zahlreiche Text-, Foto- und Wort-Beiträge in Printmedien und Radio DRS zu Naturthemen und zu Tieren. 1987 begann er seine Tätigkeit als Wissenschaftsjournalist beim Schweizer Fernsehen. Seit 1989 ist er Tierfilmer, Redaktor, Moderator und Produzent der Naturserie NETZ NATUR, seit 1993 ist er für die Sendung als Redaktionsleiter verantwortlich. Er erhielt verschiedene Auszeichnungen: So 1999 einen Binding-Preis, 2001 den Preis der Zoologischen Gesellschaft Zürich und 2006 wurde Andreas Moser von der Vetsuisse Fakultät der Universität Zürich in Anerkennung seiner publizistischen Tätigkeit zum Dr. h.c. ernannt.
 

Preisverleihung 2011

Der Prix Média wird am Freitag, 25. November 2011, in Zürich verliehen. Sie können sich hier anmelden.

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