td-award 2015

Press release (deutsch | français | english)

EPFL-based ‹Green Density› project wins coveted CHF 50,000 science award. Furthermore, two young scientists working at the University of Geneva and the Swiss Federal Institute of Aquatic Science and Technology receive CHF 10,000 awards for their respective transdisciplinary investigations. Professor Marcel Tanner, former Director of the Swiss Tropical and Public Health Institute, is honoured for his abiding commitment to interdisciplinarity and transdisciplinarity in the sciences.

Award ceremony
The award ceremony took place on September 9 2015 at the Congress Center Basel
Within the framework oft he International Transdisciplinarity Conference 2015.

The award was presented in three categories:

CHF 50'000 - distinguished achievement
CHF 20'000 - early career achievement
CHF 5'000 - life-time achievement (nomination)
 
Die Laudatio hielt Dr. Guy Morin,
Regierungspräsident von Basel
 

Winner (projects) in the three categories:
«distinguished achievement» | «early career achievement» | «life-time achievement»


from left to right: Theres Paulsen (Geschäftsleiterin td-net und Preisjury), Prof. Bernhard Truffer (td-net Beirat und Jurymitglied), Prof. Jakob Zinsstag (td-net Beirat und Jurymitglied), Dr. Sabine Hoffmann (EAWAG, Preisträgerin), Guy Morin (Laudatio, Regierungspräsident von Basel), Prof. Marcel Tanner (Swiss TPH, Preisträger), Prof. Pasqualina Perrig-Chiello (Präsidentin td-net und Preisjury), Prof. Emmanuel Rey (EPFL Lausanne, Preisträger), Kaspar Burger (Universität Genf, Preisträger), Dr. Kai Udert (EAWAG, shortlisted Projekt), Dr. Flurina Schneider i. Vertretung für Prof. Dr. Weingartner (Universität Bern, shortlisted Projekt).
 

«distinguished achievement»

 

Green Density
> Team von Prof. Emmanuel Rey, EPFL Lausanne

Wohnraum ist knapp, auf Lebensqualität möchte niemand verzichten und nachhaltige Entwicklung ist politischer Auftrag. Mit dem Projekt «Green Density» gewinnt erstmals ein Lehr-Forschungsprojekt aus dem Bereich Architektur/nachhaltige Quartiere den mit 50'000 Franken dotierten Hauptpreis des «swiss-academies award for transdisciplinary research». Das Projekt wurde am Laboratory of Architecture and Sustainable Technologies (LAST) der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Lausanne (EPFL) von Prof. Emmanuel Rey initiiert und geleitet. Der umfassende und neue Ansatz, verschiedene Dimensionen systematisch in Planungsprozesse einzubeziehen, hat in der Ausbildung künftiger Generationen bereits neue Standards gesetzt. Die im Berner Quartier «Waldstadt» gewonnenen Erfahrungen werden in Zukunft weiterentwickelt – so zum Beispiel in Yverdon-les-Bains und in Lausanne West. Die Anerkennung teilt sich ein Team von einem guten Dutzend engagierter Personen verschiedener Laboratorien der EPFL und in privaten Unternehmen. Mit einer öffentlichen Ausstellung und der Publikation eines auch für Laien ansprechenden Buchs (siehe unten) wurden die Forschungsergebnisse weit über die Grenzen einer wissenschaftlichen Gemeinschaft verbreitet.

Projektwebsite (english), (francais)

MontanAqua
> Team von Prof. Dr. Weingartner, Universität Bern

Das Team hinter Prof. Dr. Weingartner der Universität Bern überzeugte mit seinem Projekt «MontanAqua» des Nationalen Forschungsprogramms NFP 61 «Nachhaltige Wassernutzung» zum Umgang mit Wasserknappheit in den Alpen. Die Forscher suchten bei ihrer Arbeit die enge Zusammenarbeit mit Personen, die in der lokalen Wasserwirtschaft aktiv sind. Gemeinsam haben sie Entwicklungsszenarien und Handlungsoptionen für eine angepasste Wasserwirtschaft ausgelotet.

Projektwebsite Universität Bern (deutsch)
NFP/PNR/NRP 61 (deutsch), (francais), (english)

VUNA
> Team von Dr. Kai Udert, Eawag, Dübendorf

Im diesem Beitrag geht unter der Leitung von Dr. Kai Udert des Wasserforschungsinstituts des ETH Bereichs (Eawag) ein Forschungsteam mit dem Projekt VUNA (Valorisation of Urine Nutriments in Africa) neue Wege in der Abwasserbehandlung in Afrika. Sie entwickeln gemeinsam mit der Stadtverwaltung Durban ein Sanitärsystem, das für die Bevölkerung erschwinglich ist und für die Region wertvollen Dünger produziert. Gleichzeitig wird die Gewässerverschmutzung durch Nährstoffe und Arzneimittelrückstände verhindert.

Projektwebsite (deutsch), (francais), (english)

«early career achievement»

 

Dr. Kaspar Burger, Universität Genf

Dr. Kaspar Burger beeindruckte die Jury mit seinem facettenreichen Blick auf die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung. Dabei standen nicht nur die Kinder im Mittelpunkt seiner Arbeit, sondern auch die Auswirkungen verschiedener Formen der Kinderbetreuung auf unterschiedliche Gesellschaftsbereiche. In seiner Doktorarbeit nutzt er dazu verschiedene wissenschaftliche Paradigmen und Forschungsmethoden aus Erziehungswissenschaften, Psychologie, Soziologie und Literaturwissenschaften.

Dr. Sabine Hoffmann, Eawag, Dübendorf

Dr. Sabine Hoffmann der Eawag hat im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms NFP 61 «Nachhaltige Wassernutzung» die Syntheseprozesse analysiert. Sie trägt mit der Systematisierung und Beschreibung von Methoden der Wissensintegration zur Professionalisierung des Managements transdisziplinärer Forschung bei. Von den Empfehlungen und Beschreibungen der Vor- und Nachteile der entsprechenden Methoden können künftig auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anderer Verbundprojekte profitieren.

«life-time achievement»

 

Prof. Dr. Marcel Tanner

Prof. Dr. Marcel Tanner setzt sich seit Jahren für die Reformierung des Wissenschaftssystems ein. Mit dem Schweizer Tropen- und Public Health-Institut Swiss TPH hat er eine Schweizer Wissenschaftsinstitution zu internationaler Anerkennung geführt. Früh schon hat er disziplinäre Spitzenforschung in transdisziplinäre Projekte eingebracht, die interdisziplinäre Kultur im Institut gefördert und in engem Austausch mit der Bevölkerung vor Ort neue Forschungsprojekte in der ganzen Welt aufgleist. Marcel Tanner gibt der transdisziplinären Forschung durch sein internationales Engagement in globalen Forschungspartnerschaften eine neue Dimension. Der von ihm geforderte interkulturelle Austausch von Experten verschiedener Wissenssysteme auf Augenhöhe schafft durch gegenseitiges Lernen einen unschätzbaren Mehrwert, um den Herausforderungen durch den globalen Wandel zu begegnen.


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