Mathias Plüss

Lauréat du Prix Média 2009 (sciences naturelles)

Primé pour:
«Was Darwin wirklich meinte», Magazin 1_2009
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La contribution de Mathias Plüss «Was Darwin wirklich meinte» aborde de manière inhabituelle la thématique de Darwin. L’idée d’expliquer de nombreux malentendus au
moyen des erreurs les plus populaires au sujet de la théorie de l’évolution est à la fois originale et passionnante. En même temps, l’information variée et issue d’une recherche soigneuse est transmise de manière marquante par de petits paragraphes facilement lisibles.

Von all den Eingaben des Prix-Media-Wettbewerbs, die sich mit Darwin befassten, hat Mathias Plüss mit seinem Beitrag «Was Darwin wirklich meinte» den elegantesten und überraschendsten Ansatz gefunden. Sein Kniff, die Evolution anhand der elf populärsten Irrtümer quasi von hinten aufzurollen, ist im Prinzip eine geniale Idee. Einerseits konnte Plüss dadurch die in der Tat komplexe Theorie in verständliche und gut verdaubare Häppchen aufteilen; andererseits holte er viele Leser eben gerade bei deren Missverständnissen ab. «Der stärkste überlebt», heisst zum Beispiel der zweite Irrtum. Wer hat diesen Ausspruch nicht schon gehört! In den Köpfen der meisten Leser und Leserinnen ist der Satz so etwas wie das Grundmanifest des Darwinismus – und doch wird er der Theorie Darwins nicht gerecht. Dies zeigt Plüss in einer präzis hergeleiteten Argumentationskette klipp und klar auf. Darwins Formulierung «survival of the fittest» heisst eben nicht «Überleben der Stärksten», lehrt uns Plüss, viel mehr bedeutet es «Überleben der Geeignetsten». Oder sogar, im Umkehrschluss, noch genauer: «Eliminierung der Ungeeignetsten». Wer in seiner Umwelt nicht zurecht kommt, der stirbt aus. Das ist die eigentliche Aussage von «survival of the fittest».



 

Biografie

Mathias Plüss wurde 1973 in Zofingen AG geboren. Er studierte vier Jahre Physik, Mathematik und Musikwissenschaften an den Universitäten Zürich und Krakau (Polen). 1999-2000 besuchte Mathias Plüss die Journalistenschule des Ringier-Verlages.
Seit 2008 ist er freischaffender Journalist, hauptsächlich für «Das Magazin» und «Die Zeit»; derzeit erscheint wöchentlich im «Magazin» die Spalte «Plüss, empirisch» – eine Sammlung ernster und kurioser Zahlen und Fakten.
Seine journalistischen Schwerpunkte liegen im Bereich der Naturwissenschaften, insbesondere Pflanzen und Tiere, Biologie, Geografie, Klima, Wetter, Physik, Mathematik, logisches Denken, menschliche Natur, Sprachen.
 



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