Patrik Tschudin


Gewinner des Prix Média 2010 (Naturwissenschaften)

Ausgezeichnet für:
«Harmlos oder giftig: Der Streit um Bisphenol A», 3. Februar 2010, Sendung «Kontext»,
DRS 2 Beitrag hören

Im Bereich Naturwissenschaften wird in diesem Jahr Patrik Tschudin für seinen Beitrag «Harmlos oder giftig: Der Streit um Bisphenol A» mit dem «Prix Média akademien-schweiz» ausgezeichnet. Der Beitrag widmet sich einem Thema, das in den Schweizer Medien bisher nicht gross diskutiert worden ist. Die hormonaktive Chemikalie BPA ist ein Ausgangsmaterial für viele Gebrauchsgegenstände wie eben Konservendosen, Getränkebüchsen, CDs, Autoscheiben und vieles mehr. In kleinen Mengen gelangt BPA auf die Haut und von da in den Körper. Und dies nicht ohne Folgen. Forschungen bei Tieren haben ergeben, dass BPA die Spermienproduktion verringert, das Erbgut und die Gehirnentwicklung verändert. Und neuere Untersuchungen des kantonalen Labors Zürich zeigen, dass BPA via Kassenzettel und WC-Recycling-Papier auch auf den Menschen übergehen.

Obwohl das Thema alles andere als einfach ist und es ohne Fachausdrücke aus der Chemie nicht auskommt, gelingt es dem Redaktor, den Hörer und die Hörerin mit gut portionierten und anschaulichen Informationen zu fesseln – in dem er etwa gleich zu Beginn des Beitrages die Pointe preisgibt. Es wird deutlich, dass dem Beitrag eine intensive Recherche vorausgegangen ist. So ist eine kritische und investigative Sendung entstanden, von der die Hörerinnen und Hörer auch einen Mehrwert haben. Die Sendung bzw. die vorausgegangene Recherche hat sogar dazu geführt, dass der Kantonschemiker in Zürich sich veranlasst sah, selber Tests zu Bisphenol A durchzuführen.

Biografie: Patrik Tschudin kam am 16. August 1963 in Basel zur Welt. Er studierte Erdwissenschaften an der Universität Basel, mit Nebenfach Geophysik an der ETH Zürich. Über die Arbeit bei Schüler- und Studentenzeitungen wuchs seine Begeisterung für den Journalismus, die ihn bald nach der Diplomarbeit zu Radio DRS führte. Dort bekam er die Gelegenheit zu einer Stage in der Wissenschaftsredaktion, arbeitete danach in der Literatur- und Kulturredaktion, in der Morgensendung von DRS 3, in der Nachrichtenredaktion und bei DRS 2 aktuell. Seit 2008 ist er in der Wissenschaftsredaktion von SR DRS tätig.

 

Aktuelle Ausschreibung

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